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Nordostwinde

Das Essen ist gut. Der Wein auch. Alles wird von Peter Cafe Sport geliefert. Was nicht so schön ist, sind die Nordostwinde, die uns den weiteren Rückweg Richtung England, Frankreich und Niederlande nachhaltig versperren.

Die letzten Tage fegte ein Tiefdruckgebiet über die Azoren. Sehr ungemütlich im Vorhafen von Horta, wo wir nun schon seit 13 Tagen liegen. Die Welle steht in den Vorhafen hinein und reflektiert von den Hafenquais zurück. Das ergibt eine grausige Kabbelwelle, die unter das Heck knallt. Schlafen ist in der Achterkoje nur schwer möglilch. Eine Nacht gehen wir sogar zu Dritt für einige Stunde Ankerwache, da wir befürchten, dass entweder unser Anker sich bei den massiven Schwojebewegungen des Schiffes ausgräbt oder noch schlimmer eines der Schiffe vor uns auf Drift geht. Es regnet. Es ist kalt. Sauwetter!

Vorhafen Horta. Das Tief zieht durch.

Wir vertreiben uns die Zeit mit Lesen, Reparaturen, Gesellschaftsspiele und spielen oder YouTubing auf dem Smartphone. Wie hoffen auf ein Wetterfenster, aber die Möglichkeit eines Wetterfensters in 2 Tagen hat sich gerade zerschlagen. Also müssen wir warten, wahrscheinlich noch eine viel längere Zeit, stets jedoch in der Sorge, dass wir den Hafen verlassen müssen, weil er zu klein ist.

Wir spielen Rummikub. Da denken wir an Zahlenkombinationen und nicht ans Wetter.

Das Float Magazin (Online Segelmagazin) kommt zusammen mit unserem Wetterrouter Sebastian Wache von Wetterwelt auf uns zu, um einen gemeinsamen Artikel über unsere Überfahrt von Martinique zu den Azoren zu schreiben. Heute ist der Artikel erschienen. Pressemäßig aufgearbeitet natürlich.

Hier der Link:

Viel Spaß beim Lesen.

Beste Grüße
Christoph und die ganze Crew

4 replies »

  1. Hut ab! Hut ab! Es ist so was von spannend und aufregend, Euren Weg zu verfolgen; sich in Eure Situation zu versetzen – sofern man das von außen überhaupt kann. Auch der veröffentlichte Artikel gibt Einblick in diese aufregende, ferngesteuerte, anstrengende und viel Vertrauen und Kraft fordernde Lage … und am Ende sieht man in vier – nicht ausgemergelte und übernächtigte, sondern strahlende Gesichter: hier ist in der Tat die richtige Crew beisammen. Großen Respekt von meiner Seite.
    Haltet durch, es kommt der Tag, an dem es weiter gen Heimat gehen kann.
    Danke für´s Teilen Eurer Erlebnisse und sonnige Grüße aus der immer näher rückenden Heimat,
    Anja

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  2. Oh Ihr Armen, das klingt ja nicht so wunderbar. Ich hasse es, wenn man im Hafen oder der Marina mit Wellengang durchgeschüttelt wird und das Land so nah und doch so fern ist. Ich verstehe die Behören überhaupt nicht, niemand kann so Viren frei sein wie Ihr, 18 Tage auf See, alleine, die Lunge gründlich durchgepustet und gereinigt, besser kann es doch gar nicht sein.
    Hier wird nun alles sehr gelockert und wir werden am Mittwoch nach Kroatien auf unser Boot gehen, nach 8 Monaten Liegezeit wird es endlich Zeit. Wir freuen uns schon sehr.
    Herzliche Grüße von Barbara und Pierre

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  3. Besser da als draußen😉. Ihr habt das super gemeistert und – wie im float-Bericht schön geschrieben – eben auch das nötige Vertrauen gehabt. Ganz liebe Grüße aus der Chesapeake Bay,
    Wiebke & Ralf

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