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Lagebericht Tag 17

Position 34° 14.7´ N, 32° 51.9´W
COG (Kurs über Grund) 50°
Boat SPD (Geschwindigkeit des Bootes) 7,5 kn
SOG (Geschwindigkeit über Grund)6,5 – 7kn

Noch zwei Tage bis zu den Azoren. Wir können es kaum erwarten. Noch 333 Seemeilen. Früher für uns eine riesige Strecke, inzwischen pillepalle (O-Ton Tina). Geschätzte Ankunftszeit vom Wetterrouting Dienstagnacht 1.30 Uhr. Damit sind die Mädels gar nicht einverstanden, sie wollen unbedingt noch im Hellen ankommen und den Blick auf die Inselwelt genießen. Montagabend ist unser Ziel. Da heißt es Segel trimmen und trotz des eher schwachen Winds das Beste aus Ithaka herausholen.

Gestern haben wir die Rossbreiten verlassen und direkten Kurs Nordost auf die Azoren genommen. Der kleine Umweg hat sich als goldrichtig herausgestellt. Geleitet von Wetterwelt segelten wir, unterbrochen von kleinen Motorstrecken, 2 Tage nur ostwärts exakt entlang eines massiven Regengebietes mit heftigen Nordostwinden. Die Tage und auch die Nächte waren sehr beeindruckend. An Backbord (linke Seite) zogen riesige schwarze Wolkenformationen vorbei und in der Ferne sahen wir dichte Regenschleier. An Steuerbord schien teilweise die Sonne vom blauen Himmel. Die Nacht pechschwarz an Backbord, wunderschöner Sternenhimmel an Steuerbord. Wir konnten es kaum fassen, dass wir dem Tiefdruckgebiet so punktgenau ausweichen und genau in der engbegrenzten Schneise von nur wenigen Seemeilen segeln konnten. Auf Nachfrage berichtete uns unser Wetterguide, dass er neben seinen Wettermodellen auch auf den Satellitenfotos die haarscharfe Trennung der Fronten sehen und uns daher gut leiten konnte.

Aktuell machen uns die leichten achterlichen Winde in Kombination mit den Wellen zu schaffen. Immer wieder tönen laute Ahs und Ohs sowie massive Kraftausdrücke aus allen Ecken des Schiffes, kombiniert mit von Tellern fliegenden Broten und Pizzastücken. „Jetzt reicht es! Ich will nicht mehr!“ und ähnliches Gejammer kommt hinzu. Ohne ausreichenden Winddruck in den Segeln rollt das Boot ununterbrochen von einer Seite auf die andere, macht bei bestimmten Wellen kleine Hüpfer und bremst dann wieder ab. Nichts davon ist vorhersehbar! Viele verschiedene Segelstellungen und -kombinationen zur Eindämmung dieses Zustands werden ausprobiert – doch meistens vergeblich! Das bringt Skipper und First Mate an den Rand des Wahnsinns, besonders da die kritischsten Manöver natürlich wieder in der Dämmerung oder gar im Dunkeln stattfinden.
Seit gut einer Stunde ist es vorbei. Himmel und Hölle liegen beim Segeln besonders dicht beieinander. Schönstes Segelwetter: Sonnenschein, 22 Grad, flache See und recht warmer Wind. Knapp 5 Windstärken lassen Ithaka mit 6,5 bis 7 kn ruhig durchs Wasser ziehen. Friedlich sitzen wir beim Frühstück im Cockpit und genießen. So kann es weiter gehen!

Wir melden uns aus Horta.
Liebe Grüße von der Ithaka-Crew

PS: Übrigens ist heute wieder mal Duschtag!!!

Kategorien:Uncategorized

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